Beyond the Wall – deutsch von System Matters Verlag

Bin immer noch fleißig am lesen, hab aber noch ein anderes System mit dazugekommen und die letzten Tage die deutsche Version von „Beyond the Wall“ von System Matters Verlag gelesen.

Es handelt sich bei den spiel um einen Retro-Spiel der OSR-Welle, dh es gibt die bekannten Attribute (Stärke, Konstitution, Weisheit, Charisma usw) gegen die bei Bedarf gewürfelt wird. Fertigkeiten geben einen Bonus von 2, je nach Schwierigkeit kann die Probe nochmals um zwei erleichterteren (einfache Tätigkeit) oder um 2,5 oder 10 erschwert werden. Freunde mit passenden Fertigkeiten können helfen was ebenfalls einen Bonus von zwei gibt.

Der aktiv Handelnde würfelt, es sei denn die ganze Gruppe ist betroffen. In diesen Fall sollte der jeweils schwächste würfeln, unterstützt von seinen Freunden.

Weiterhin gibt es Glückspunkte, mit denen man Würfe wiederholen oder Freunde Boni holen kann falls man keine passende Fertigkeit zur Unterstützung hat. Das ganze unterstützt also eine Gruppe die sich hilft und zusammen arbeitet.

Diesigste jetzt noch nicht wirklich weltbewegend, schlanke osr-Systeme gibt es einige, was dieses Spiel für mich herausragend macht ist die Charaktererstellung sowie die ersten Abenteuer.

Man wählt als Spieler eine der Klassen aus und nimmt sich das passende Büchlein dazu. Mit ein paar Würfen auf Tabellen erstellt man sich dann den Charakter samt Hintergrund. Dies ist von den Werten her vielleicht nicht 100% wie man wollte aber die dabei generierte Hintergrundgeschichte hat das immer wieder bereinigt und alle überzeugt (haben das schon einmal in kleiner Runde mit der englischen Version gemacht). Gleichzeitig macht sich der Spielleiter Notizen in seine Tabellen für das Abenteuer und würfelt dann auf diesen Tabellen die groben Eckpunkte der Handlung aus. Die Geschichte ist also mit nur geringen Aufwand genau auf die Charaktere zugeschnitten.

Wie dasjetzt alles genau in der Praxis aussieht werde ich dann wohl nächstes Wochenende erleben,freu mich schon.

Passend dazu der Podcast von System Matters zum Regelwerk bzw zur Spielleitung.

Doctor Who RPG, Kapitel 1: the Trip of a Lifetime

Neben den Mythic RPG muss was anderes gelesen werden, nur ein Buch wäre doch langweilig 🙂 Also her mit Doctor Who (Adventures in Time and Space, 10ter Doktor), vor allen da ich langsam einen großen Teil der Spieler mit den Who-Virus infiziert habe 🙂

Kapitel 1: the trip of a lifetime

Hier werden erstmal grobe Infos geliefert, das übliche „was ist ein Rollenspiel“ samt Beispiel, eine kurze sehr grobe Einführung in das Universum von Doctor Who (wer ist er, woher, was macht er,…) und dann ist das Kapitel bereits gelesen….

Mythic RPG, Teil 5 – Wahrscheinlichkeiten

Wie wirkt sich der Chaos-Faktor jetzt spielrelevant aus bzw. wie simuliert das Spiel jetzt den Spielleiter? Dafür kommt jetzt das Fatechart ins Spiel. 

Kommt es zu einer Frage die sonst der Spielleiter beantworten müsste wird das obige Fatechart befragt. Die Spieler einigen sich auf eine Wahrscheinlichkeit (rechte Seitenleiste der Tabelle), die von „unmöglich“ bis zu „ein muss“ reicht. Jetzt sucht man mit Hilfe des Chaosfaktor die passende Spalte aus (Startwert wie bereits gesagt zu Beginn 5) und liest an der Überschneidung den erforderlichen Wurf ab.

Ein Beispiel: die Charaktere wurden gefangen genommen und in eine Zelle gesperrt. Für den Fluchtplan kommt jetzt die Frage auf ob vor der Tür Wachen stehen. Die Spieler einigen sich das dies wohl „sehr wahrscheinlich (very likely)“ ist. Der aktuelle Chaosfaktor ist schon etwas höher durch die vorherigen Szenen, nämlich bei 7. In der Tabelle lesen wir in der Zelle folgende Werte: 19/95/100.

Gewürfelt wird nun mit einen W100. Der mittlere (in normal großer Schrift geschriebene Wert gibt an, was maximal gewürfelt werden darf für ein „ja“. Wird maximal der linke, kleinere Wert gewürfelt so hat man sogar einen herausragenden Erfolg erzielt, ein „ja, und zusätzlich…“. Würfelt man min. so hochwirksame der rechte Wert hat man ein kritisches nein erzielt, ein „nein, und…“.

Kommen wir zurück zum Beispiel mit der Frage um die Wachen vor der Zellentür: würfelt man einen Wert von 1-19 hieße das zB: „ja, und diese haben zur Unterstützung einen Magier dabei der auf magische Ausbruchsversuche achtet“. Ein Wert von 20 bis 95 bedeutet einfach das vor der Tür Wachen stehen, ein Wert von 96 bis 99 das es keine Wachen vor der Tür gibt. Wird eine 100 gewürfelt so könnte es zB passieren das es nicht nur keine wachen gibt sondern das sogar vergessen wurde die Zelle richtig zu verschließen bzw das Schloss defekt ist. Hier besteht also etwas interpretative Freiheit.

Betrachtet man die Tabelle genauer fällt einen auf das es Kombinationen mit einen Wurf von unter null oder über hundert als Ziel gibt. Auch hier wird gewürfelt um festzustellen ob es zu einen kritischen Erfolg oder Misserfolg kommt. Auch können Spieler ihre Favour Points einsetzen um den Wurf entsprechend zu modifizieren (sowohl positiv als auch negativ).

Raspbian Jessy, der Samsung SE-208 sowie Brasero

Eine Hürde musste noch genommen werden, der externe DVD-Brenner (einfach um mal eine Scheibe für das Auto zu brennen).

Angeschlossen mit einen aktiven USB-Hub wurde das Laufwerk direkt gefunden und in raspbian angezeigt, Brasero aus den Paketen installiert (das Programm kannte ich noch von linuxmint) und die große Ernüchterung: der Brenner wurde nicht als Brenner erkannt von Brasero.

Beim deutschen raspberry-Forum das Problem geschildert und auch direkt einen Tipp bekommen. In den Paketquellen xfburn installiert was den Brenner sofort als solchen erkannte und ein paar Dateien auf eine Test-CD brannte.

Gestern dann noch in einen Debianforum einen Thread zu genau den gleichen Problem entdeckt und auch diese Lösung ausprobiert: das Paket „Brasero-cdrkit“ installiert und jetzt erkennt auch Brasero den Brenner. Welches der beiden Programme sich am Ende bei mir jetzt durchsetzt wird die Zeit zeigen, aber das System läuft erstmal 🙂

Mythic RPG, Teil 4 – der Chaosfaktor

Ein kleiner Vorgriff auf ein späteres Kapitel, da der Chaosfaktor bei der Auflösung von Fragen mit zum Einsatz kommt (das eigentlich jetzt kommende Kapitel), aber erst später in Kapitel zu „Adventures“ erklärt wird.

Der Chaosfaktor ist ein ungefähres Maß, wie sehr Szenen dazu neigen neue Elemente ins Spiel zu bringen bzw wie gut die Charaktere das Ergebnis ihrer Handlungen in Griff haben.

Der Startwert liegt bei 5, die Spanne selbst reicht von 1 bis 9. Am Ende einer Szene wird jeweils geguckt wie weit die Charaktere die Szene kontrollieren konnten. Behielten sie am Ende die Kontrolle bzw ging es gut aus sinkt der Chaosfaktor um eins, ansonsten erhöht sich der Wert um eins. Da höhere Werte hier später weitere Komplikationen nach sich ziehen (die Chancen auf positive Antworten bei allgemeinen Fragen zum Abenteuer steigt, was weitere Elemente in die Handlung bringt), kann es durchaus zu einer Verstärkung einer einmal angefangenen Tendenz kommen.

Raspberry3 – erster Eindruck

Nachdem sich jetzt auch das alte Notebook verabschiedet hat, ich aber nicht bereit war für etwas Internet am großen Monitor, Office und gelegentlich mal eine CD brennen für das Auto gleich 400 € für einen neuen PC auszugeben (abgesehen davon das ein solcher gleich wieder gut Platz wegnimmt) hab ich mir mal den gerad erst erschienen Raspberry 3 geholt, zusammen mit Netzteil, Kühlkörper und einen Gehäuse für knapp 70€ (eine erforderliche Micro-SD hatte ich noch hier).

Was soll ich sagen, die alte Tastatur die ich damals für den ersten Raspbery geholt hatte wurde sofort erkannt und funktioniert ohne Probleme, der interne WLAN-Chip des Teils hat sich direkt nach Paßwort-Eingabe anstandslos mit den Internet verbunden, Libreoffice war direkt bei Raspbian installiert und der Firefox (Iceweasel) ist auch jetzt aktiv.

Demnächst wird noch geguckt wie das mit externen DVD/CD-Brennern klappt, denk aber mal nicht das das jetzt noch das Problem darstellt.

Bisheriges Fazit: Für alle die wirklich nicht am PC spielen wollen gut ausreichend 🙂

Mythic RPG, Teil 3 – Charaktererschaffung

Mythic setzt auf Attribute, Eigenschaften sowie Vor- und Nachteile.

Für die Erstellung bietet Mythic zwei Möglichkeiten: freeform oder punktebasiert. Freeform wird favorisiert da dort die Charaktere genau nach Wunsch erstellt werden können, punktebasiert hat den Vorteil das alle Charaktere ungefähr gleich stark sind.

In jeden Fall startet die Erstellung des Charakters damit sich zu überlegen was Fan spielen will und einen kurzen Hintergrund notiert, z. B. das der Charakter ein Schwertkämpfer ist der schon in vielen Schlachten gekämpft hat und sich auch schon bei Hofe bewährt hat und sich aus Intrigen herausgehalten hat, aber schon so manchen Rekruten gerettet hat indem er in Schlachten die Kontrolle übernahm. Auch dürfte er den einen oder anderen Wirt gerettet haben 😉

Mythic kennt sieben Attribute: strength, agility, reflex, IQ, intuition, willpower and toughness (Stärke, Geschicklichkeit, Reflexe, Intelligenz, Intuition, Willensstärke und Widerstandskraft. Eigenschaften sowie Vor- und Nachteile sind nicht näher definiert sondern können frei gewählt werden, je nach Wunsch des Spielers (in Absprache mit den Spielleiter / der Gruppe).

Bei der freien Charaktererschaffung kann der Spieler die Fertigkeitsränge frei auf die Attribute verteilen, Widerstandskraft sollte zwischen Stärke und Willensstärke liegen. Auch bei den Eigenschaften kann der Spieler die Ränge frei auf gewünschte Eigenschaften verteilen. Vor- und Nachteile geben unter bestimmten Bedingungen Bonusränge bzw führen zu einen Malus, gewöhnlich +/-1, in besonderen Fällen bis zu +/-3. Auch kann man später – wenn es die Situation und der Hintergrund es zulässt – einfach weitere Fertigkeiten während des Spiels notieren.

Wird der punktebasierte Weg genutzt muss erst einmal festgelegt werden wieviele Punkte für die Erstellung zur Verfügung stehen (wie heroisch soll es sein, wie viele Attribute gibt es – die sieben genannten sind nur Vorschläge). Mit den zur Verfügung stehenden Punkten kauft man sich dann die Attributs- sowie Fertigkeitsränge. Sollte man am Ende Punkte übrig haben bzw welche fehlen so kann man diese mit Vor- und Nachteilen ausgleichen.

Update: In beiden Fällen (freeform oder punktebasiert) erhält der Charakter am Ende noch 50 Favour Points. Mit diesen können Würfe modifiziert werden. Zusätzliche Punkte kann man am Ende einer Szene erhalten sofern man an der Auflösung eines Handlungsstranges beteiligt war.

Mythic RPG, Teil 2 – die Fertigkeitsränge

Mythic nutzt – wenn man es als eigenständiges Rollenspiel verwendet – ein System ähnlich wie fate für die Fertigkeitsränge.

  • Unbedeutend 2+ (miniscule 2+)
  • Unbedeutend (miniscule)
  • Mangelhaft (weak)
  • Schlecht (low)
  • Unterdurchschnittlich (below average)
  • Durchschnittlich (average)
  • Überdurchschnittlich (above average)
  • Gut (high)
  • Bemerkenswert (exceptional)
  • Außergewöhnlich (incredible)
  • Unglaublich (awesome)
  • Übermenschlich (superhuman)
  • Übermenschlich 2+ (superhuman 2+)

Jede Stufe verdoppelt dabei das Können/Wissen/Potential. Weitere Stufen nach oben und unten sind möglich, zB. Übermenschlich 4+.

Durchschnittlich bedeutet das man so gut ist wie jemand, der eine Fertigkeit als Beruf ausübt. Hat man z.B. Schmiedekunst auf Durchschnittlich so ist man in etwa genausogut wie jeder normale Schmied der den Beruf erlernt hat, nicht so gut wie der normale Mensch von der Straße. Ist man überdurchschnittlich so scheint man schon etwas heraus, ist man sogar gut dürfte man sich denk ich mal bereits einen gewissen Ruf erarbeitet haben.

Mythic RPG, Teil 1

Mythic ist kein normales Rollenspiel wie z.B. DSA, Dungeons & Dragons, die Welt der Dunkelheit usw. sondern eher ein Aufsatz für „normale“ Rollenspiele. Es unterstützt dabei den Spielleiter (Reduzierung der Vorbereitungen) oder ersetzt diesen sogar komplett. Hierbei werden Fragen die man sonst den Spielleiter stellt über Würfelwürfe durch Mythic entschieden und die Spieler (bzw. der Spielleiter falls Mythic nur unterstützend eingesetzt wird) interpretieren die Würfe.

Die Regeln für die Handlungen (Proben, Kampf, Charaktererschaffung usw.) des normalen Systems werden dabei weiter genutzt wie gewohnt.

Alternativ bietet Mythic auch regeln um komplett ohne anderes System zu spielen. Mythic scheint dabei auf eine Art Fudge bzw Fate aufzubauen. Hierzu später mehr wenn ich das nächste Kapitel gelesen habe.